News

News

Ein Besuch bei den Geflüchteten in Heidelberg

31. Mai 2019

Herr Rothfuss ist als Leitender Regierungsdirektor beim Regierungspräsidium in Karlsruhe und u.a. für die Erstaufnahme aller Geflüchteten in Baden-Württemberg zuständig. Er konnte daher der Klasse und ihrer Lehrerin, Frau Milsom, am 19. März alle Fragen zum Thema beantworten.

Und er erzählte von den Anfängen im Jahr 2015, als das Ankunftszentrum noch Registrierungszentrum hieß. Da gab es hier kein Wasser, keine Schreibtische, keine Stühle und kein Telefon. Und nur ein Raum stand zur Verfügung. Waren im Jahr 2015 noch bis zu 7.000 Menschen im Registrierungszentrum, so befinden sich heute nur noch maximal bis zu 2.000 Geflüchtete im PHV.

Das „Ankunftszentrum Patrick-Henry-Village“ in Heidelberg wurde dann 2015, so Herr Rothfuss, unter seiner Regie als Pilotprojekt gestartet. Hier finden alle Schritte des Asylverfahrens unter einem Dach statt: Von der Registrierung über die Antragstellung und Anhörung bis hin zur Entscheidung über den Asylantrag. Er berichtete bspw., dass die Geflüchteten aus vielen Ländern und aus verschiedenen Gründen zu uns nach Heidelberg kommen.

Herr Rothfuss: „Nachdem sie an unserer Erstaufnahmestelle angekommen sind, werden sie registriert und ärztlich untersucht. Nach einigen Stunden beziehen sie dann schon ihre Zimmer. Nach wenigen Wochen geht es für sie weiter in andere Städte, denn sie reisen dann in andere Unterbringungseinrichtungen des Landes.“

Die Schüleri*nnen sahen, wie die Geflüchteten untergebracht waren und wie sie ihre Zeit verbrachten. Das ließ alle nachdenklich werden: Migration und Integration sind schließlich Begriffe, die jedem im Laufe seiner/ihrer Familiengeschichte schon einmal begegnet sein dürften.

Die Klasse EK 2 sagt Herrn Rothfuss vielen Dank für seinen Einsatz und bedankt sich ebenfalls bei Frau Milsom für die Organisation und Begleitung. Diese ungewöhnliche Exkursion hat die ganze Klasse beeindruckt.