Fremdsprachenkorrespondent*in

Fremdsprachenkorrespondenten*innen sind in erster Linie für international ausgerichtete Unternehmen der unterschiedlichsten Wirtschaftsbereiche tätig, z.B. für Produktions-, Handels- oder Dienstleistungsunternehmen oder auch für internationale Unternehmen und Behörden mit Auslandskontakten.

Sie bearbeiten selbstständig fremdsprachige Texte mit speziell kaufmännischer Ausrichtung und übersetzen Korrespondenzen fachgerecht, genau und sprachlich ansprechend.

Sie schreiben Geschäftsbriefe nach Diktat oder Stichwortsammlung unter Berücksichtigung der formalen Vorschriften, die in den Ländern der jeweiligen Zielsprache gültig sind. Sie führen zudem Telefonate in der jeweiligen Fremdsprache und übernehmen Dolmetscheraufgaben bei Geschäftsverhandlungen und Besprechungen.

Die Aus­bildung auf einen Blick

Aus­bildungsbeginn
Jährlich im März und im September

Ort
Heidelberg

Staatlich anerkannt
Englisch + bis zu zwei weitere Fremdsprachen

Unterrichtsfächer

  • Fremdsprachen (ca. 50% des Unterrichts)
  • Wirtschaft (BWL, Handelsrecht, Außenhandel, Marketing, Rechnungswesen)
  • Handelskorrespondenz
  • Schreibtechnik
  • Büroorganisation
  • IT (MS Word, Excel, Powerpoint)
  • Bewerbungstraining
  • Übersetzungstraining
  • Sozialkunde
  • Landeskunde

Nächste Starttermine
Aus­bildungsbeginn 2019: 09.09.2019
Aus­bildungsbeginn 2020: 07.09.2020

Aus­bildungsförderung

  • BAföG (Bundesausbildungsförderungsgesetz)
  • Bildungskredit
  • Ratenzahlung
  • Kindergeld

Zulassungs­voraussetzungen

  • Englisch (Sprachniveau B1, mittlere Kenntnisse)
  • mittlerer Bildungsabschluss (für die staatliche Prüfung)
  • Deutsch als Fremdsprache (Sprachniveau C1 )

Schnuppertag

Sie sind herzlich willkommen, einen Tag in den Unterricht zu schnuppern!

Nehmen Sie für einen Tag am Unterricht teil und lernen Sie auf diese Weise unseren schulischen Alltag kennen.

Eine kurze Nachricht mit Angabe der gewünschten Sprachenkombination genügt, um einen passenden Termin zu vereinbaren.

Jetzt zum Schnuppertag anmelden

Häufig gestellte Fragen

Welche Voraussetzungen muss ich für die Aus­bildung zum*r Fremdsprachenkorrespondenten*in mitbringen?

Sie sollten Freude am Erlernen von Fremdsprachen und Interesse an wirtschaftlichen Themen mitbringen. Zusätzlich interessieren Sie sich für andere Kulturen und haben Freude am Umgang mit Menschen in einem internationalen Umfeld. Der Schulabschluss Mittlere Reife ist für das Ablegen einer staatlichen Prüfung erforderlich, Sie können jedoch auch mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung oder Berufserfahrung die Aus­bildung beginnen.

Ihre Englischkenntnisse entsprechen mindestens dem B1 Niveau des europäischen Referenzrahmens. Als Nachweis gelten alle international anerkannten Sprachzertifikate (TOEFL®, TOEIC®, TELC), sowie Mittlere Reife oder das Abitur. Die Nachweise dürfen bei Aus­bildungsbeginn nicht älter als 2 Jahre sein.

Wenn Sie Ihre Englischkenntnisse anhand Ihrer Schulzeugnisse nachweisen möchten, dann dürfen diese zu Aus­bildungsbeginn nicht älter als zwei Jahre sein. Alternativ können Sie bei uns einen speziellen Test vor Ort absolvieren. Achtung! Der Online-Test Englisch, den Sie auf unserer Homepage finden, ist für diesen Zweck nicht ausreichend! Für die anderen europäischen und außereuropäischen Sprachen werden keine Vorkenntnisse erwartet.

Die Fremdsprachen Englisch, Französisch, Spanisch, Japanisch, Chinesisch und Russisch sind staatlich anerkannt.

Welche Fremdsprachen kann ich im Rahmen der Aus­bildung zum*r Fremdsprachenkorrespondenten*in wählen und welche Kombinationsmöglichkeit habe ich?

Die Aus­bildung zum Fremdsprachenkorrespondenten*in kann wahlweise zwei oder drei Sprachen beinhalten. Englisch ist obligatorisch als erste Fremdsprache zu wählen und kann mit Spanisch, Französisch, Japanisch, Russisch, Italienisch oder Chinesisch ergänzt werden.

Zusätzlich bieten wir Ihnen preisgünstige Auslandsaufenthalte in unseren europäischen und außereuropäischen Niederlassungen an, zum Beispiel auf Teneriffa, Spanien, sowie ermäßigte Abendkurse an.

Welche Inhalte werden innerhalb der Aus­bildung zum*r Fremdsprachenkorrespondenten*in gelehrt?

Sie werden intensiv in der internationalen Handelskorrespondenz, in mündlicher Kommunikation und in Übersetzungstechniken geschult. Dabei werden Sie von erfahrenen und engagierten muttersprachlichen Dozenten unterrichtet.

Landeskundliche Kenntnisse sind ein weiterer Schwerpunkt, da nur mit umfangreichen Kenntnissen der Kultur, Politik, Geografie und Mentalität des jeweiligen Landes, eine sinngemäße Übersetzung möglich ist.

Im Fach EDV werden die gängigen Anwendungsprogramme wie MS-Office und das Verfassen von geschäftlichen Korrespondenzen gelehrt. Im Fach Büroorganisation bereiten die Dozenten auf den vielfältigen Ablauf im Büro vor. Die Vermittlung der Grundlagen der Betriebs­wirtschaft, des Außenhandels und des Marketings runden die Aus­bildung zum Fremdsprachenkorrespondenten*in ab.

Welchen Abschluss erhalte ich nach der Aus­bildung zum*r Fremdsprachenkorrespondenten*in?

Variante 1: Staatlich anerkannte*r Fremdsprachenkorrespondent*in: die Prüfung wird in unserem Haus vor einer staatlichen Prüfungskommission abgelegt. Die staatliche Prüfung ist in den zertifizierten Fremdsprachen Englisch, Französisch, Spanisch, Chinesisch, Japanisch und Russisch möglich.*

Variante 2: Geprüfter Fremdsprachenkorrespondent*in (IHK): die Prüfung wird vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) abgelegt. Die IHK Prüfung kann in folgenden Sprachen abgelegt werden: Englisch, Französisch, Spanisch,Italienisch und Polnisch. Weitere Sprachprüfungen können nach Bedarf bei der zuständigen IHK in Erfahrung gebracht werden.

*In den Sprachen Italienisch und Polnisch kann ausschließlich die IHK Prüfung abgelegt werden. Weitere Fremdsprachen können nach Bedarf bei der zuständigen IHK angefragt werden.

Wir bereiten Sie im Regelunterricht auf die international anerkannten Prüfungen der London Chamber of Commerce and Industry (LCCI), Test of Englisch as a Foreign Language (TOEFL®), Test of English for International Communication (TOEIC®), The European Language Certificates (TELC; Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Russisch, Deutsch als Fremdsprache), Diplome d’Etudes en Langue Francais (DELF) und Diplome Approfondi de Langue Francaise (DALF) vor. Diese Prüfungen können Sie in unserem Haus ablegen.

Die russische Sprachprüfung Testy po russkomu jazyku kak inostrannomu (TRKI) können Sie am Institut für Slawistik an der Universität der Universität Heidelberg ablegen. Die chinesische Sprachprüfung ‚Hanyu shuiping kaoshi‘ (HSK) wird am Heidelberger Konfuzius-Institut abgelegt. Um Ihre EDV-Kenntnisse zu erweitern können Sie den Europäischen Computerführerschein (European Computer Driving License, ECDL) ablegen. Alle oben genannten Prüfungen sind international anerkannt und werden von potentiellen Arbeitgebern sehr geschätzt.

Kann ich einen Bildungsgutschein für die Aus­bildung zum*r Fremdsprachenkorrespondenten*in verwenden?

Nein. Bildungsgutscheine können nicht verwendet werden.

Worin unterscheiden sich die Aus­bildungsgänge zum*r Fremdsprachenkorrespondent*in, zum*r Europasekretär*in und zum*r Welthandelskorrespondent*in voneinander?

Im Wesentlichen sind sich diese verschiedenen Aus­bildungsgänge sehr ähnlich; alle beinhalten in ihrem Lehrprogramm eine Kombination aus Sprachunterricht mit Landeskunde, Übersetzungstraining, Handelskorrespondenz und Unterricht in kaufmännischen Fächern wie BWL, Schreibtechnik, Büroorganisation und EDV.

Der einzige Unterschied zwischen ihnen ist jedoch ein wichtiger: die Anzahl und Kombinationsmöglichkeit der einzelnen Fremdsprachen sowie die Prüfungsfächer.

Angehende Fremdsprachenkorrespondenten*innen haben die Wahl zwischen einer ein-, zwei- oder dreisprachigen Aus­bildung. Englisch ist für all diese Aus­bildungsgänge obligatorisch; ansonsten können die Schüler aus allen von der F+U angebotenen Sprachen wählen.

Dagegen ist die Berufsbezeichnung Europasekretär*in geschützt und darf ausschließlich im Zusammenhang mit der Sprachkombination Englisch-Spanisch-Französisch verwendet werden; außerdem erfordert die Abschlussprüfung in Schreibtechnik eine gewisse Anzahl an Anschlägen.

Die Aus­bildung zum*r Welthandelskorrespondent*in ist eine Erweiterung des*r Europasekretär*in: Zusätzlich zu den drei obligatorischen Fremdsprachen wird noch eine weitere Fremdsprache aus dem Angebot der F+U gewählt.

Je nach Anzahl der Fremdsprachen variieren natürlich die Anzahl der Wochenstunden und die Länge der Aus­bildung: Einsprachige Fremdsprachenkorrespondenten lernen 1 Jahr, zweisprachige, sofern eine Kombination aus Englisch und Spanisch oder Französisch vorliegt, 1,5 Jahre. Alle anderen Kombinationen sowie die Aus­bildungsgänge zum*r Europasekretär*in und zum*r Welthandelskorrespondent*-in haben eine 2-jährige Aus­bildungszeit. Außerdem unterscheiden sich die Prüfungsfächer: Fremdsprachenkorrespondenten*innen werden in ihren Fremdsprachen sowie in Büroorganisation, Europasekretäre*innen und damit auch Welthandelskorrespondenten*innen zusätzlich dazu in Wirtschaft und Schreibtechnik geprüft.

Ein weiterer Unterschied besteht in der Verfügbarkeit verschiedener Abschlüsse und Prüfungen für die verschiedenen Sprachen. So liegt zurzeit für Englisch, Spanisch, Französisch, Japanisch, Chinesisch und Russisch eine staatliche Anerkennung vor. Zudem können Englisch, Spanisch und Französisch sowie Italienisch und Polnisch von der IHK geprüft werden. Für alle angebotenen Sprachen kann ein Zertifikat der F+U Academy of Languages erworben werden. Als internationales Prüfungszentrum für Fremdsprachen bietet die F+U außerdem zahlreiche weitere Sprachtests an; beispielsweise ist für Russisch die TRKI-Prüfung, für Chinesisch die HSK-Prüfung und für Japanisch die JLPT-Prüfung zu empfehlen.

Ein weiterer Unterschied zwischen den Fremdsprachen liegt im Anspruch auf BAföG, der ebenfalls nur für die staatlich anerkannten Sprachen besteht.

Erfahrungen unserer Absolventen

Irina K., 2014

Meine Aus­bildung hat sich tatsächlich gelohnt! Ich arbeite momentan in einer deutschen Zweigstelle eines großen Zulieferers der Automobilindustrie und musste schon mehrmals mit Dankbarkeit an F+U denken.

Ich war zuerst im Bereich Auftragsabwicklung tätig, dann in der Einkaufsabteilung, und hatte täglich mit fast allen unseren Fächern zu tun: EDV, Büroorganisation, BWL, Korrespondenz sowohl auf Englisch als auch Deutsch (Spanisch eher selten, aber wir haben internationale Kunden, also jede Sprache ist von Vorteil).

Jetzt bin ich Sachbearbeiterin im Bereich Planung und Prozesse und beschäftige mich momentan am meisten mit technischen Dokumentationen und unserem ERP-System, aber die Kenntnisse und Erfahrungen, die ich bei F+U gesammelt habe, helfen mir immer noch jeden Tag.

Nochmal herzlichen Dank für alles!

Kontakt & Anmeldung zur Aus­bildung Fremdsprachenkorrespondent*in

Sie haben Fragen zur Aus­bildung, wünschen unser kostenloses Infomaterial oder möchten direkt eine Anfrage zu einem Schnuppertag stellen?

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage und werden diese schnellstmöglich beantworten!

Academy of Languages Logo

Academy of Languages Logo